RÜ-Stauklappe H

Stauklappe H

› unterströmt
› Stauvolumen wird erhöht
› genaues Einhalten des Wasserspiegels 
› integrierte Rückstausicherung
› optional: Rückstaukompensation 
› Europäisches Patent

 

Einsatzbereich

Nach der Füllung eines RÜB´s muss die nachfolgende Zuflusswassermenge in den Vorfluter gelangen können. Um die Nachteile fester Wehre zu vermeiden (höhere Gewässerverschmutzung, geringeres nutzbares Volumen, keine Rückstausicherheit vom Vorfluter), werden zunehmend bewegliche RÜ-Stauklappen eingesetzt. Die selbstregulierende RÜ-Stauklappe H (unterströmt) der bgu gewährleistet ein konstantes Stauziel im Oberwasser und erreicht damit nicht nur die volle Nutzung der kostbaren Stauhöhe, sondern verhindert gleichzeitig den Abfluss hochverschmutzten Wassers in den Vorfluter. Die Überfallänge ist voll nutzbar. Durch kompakte Bauform eignet sich das System besonders bei beengten Platzverhältnissen und Nachrüstungen. Die spezielle Klappenkonstruktion ermöglicht auch unter Rückstau ein annähernd konstantes Stauziel.


Herausragende Merkmale

  • Günstigere Baukosten durch kleinere Beckenvolumen (ein festes Wehr kann das Stauvolumen nur zu 70 bis 80% nutzen).
  • Höherer Gewässerschutz, weil der Abfluss aus dem Stauraum zum Vorfluter erst nach Füllung des RÜB bzw. Erreichen des Stauziels beginnt.
  • Konstantes Stauziel durch eine funktionsgerechte kompakte Steuerungseinrichtung, die für ein hydrodynamisches Gleichgewicht in allen Klappenstellungen sorgt. Bei Bedarf ist die Stauzieleinstellung auch nachträglich veränderbar.
  • Hydraulisch günstig geformter Klappenmantel in Verbindung mit einer Durchflussgeometrie ohne störende Elemente ergeben einen freien Abfluss ohne Verschmutzungen.
  • Steuerungseinrichtung am Klappenkörper mit dem Gegengewicht integriert, dadurch volle Überfalllänge nutzbar. Kein seitlicher Platzbedarf für separate Steuerung notwendig.
  • Wird das Gegengewicht als Schwimmkörper ausgeführt, ist auch bei Entlastung unter Rückstau in weiten Bereichen eine annähernde Konstanthaltung des Stauziels möglich.
  • Einfache Nachrüstbarkeit vorhandener Beckenüberläufe durch maßgeschneiderte Ausführungen (Gewinn von zusätzlichem Stauvolumen).
  • Ausführung der RÜ-Stauklappe H mit 4seitiger Abdichtung als zusätzliche Rückstausicherung gegenüber dem Vorfluter (Hochwasserschutz) möglich.

Funktionsbeschreibung

Die RÜ-Stauklappe wird mit ihrer Drehachse an Decke, Seitenwand oder Unterzug gelagert bzw. befestigt. Über diese Drehachse sind die durch die abflussveränderliche hydrodynamische Auflast auf die Stauklappe erzeugten Drehmomente und die Drehmomente des Gegengewichts miteinander gekoppelt und im Abgleich. So entsteht in allen Klappenstellungen ein indifferentes Gleichgewicht, das ein sensibles Ansprechverhalten schon bei geringen Änderungen des Wasserspiegels bewirkt. Solange das maximale Stauziel nicht erreicht ist, bleibt die Stauklappe in Ruhestellung (geschlossen). Ist das maximale Stauziel erreicht, reagiert die Stauklappe sofort und schwenkt sich jeweils soweit von der Schwelle ab, dass die Stauzielvorgabe mit hoher Genauigkeit eingehalten wird. Bei Bedarf ist die Stauzieleinstellung auch nachträglich veränderbar. Die besondere Form des Klappenkörpers, die Anordnung der Drehachse und des Gegengewichts sind das Ergebnis umfangreicher Berechnungen und hydraulischer Versuche. Das komplexe Verhältnis zwischen den statischen, dynamischen und hydraulischen Kräften sowie den passiven Rückstellkräften von Gegengewicht und Klappe wurden bis zum technisch Möglichen optimiert. Dies schlägt sich in dem, im Vergleich zu anderen Klappensystemen, sehr hohen Abflussbei-wert der RÜ-Stauklappe nieder. Wird das Gegengewicht als Schwimmkörper ausgeführt, so ist auch bei Entlastung unter Rückstau in weiten Bereichen eine annähernde Konstanthaltung des Stauziels möglich. Zur Erfassung der Entlastungshäufigkeit ist die RÜ-Stauklappe H zur Montage eines elektronischen Neigungssensors vorbereitet. Dadurch kann die momentane Entlastungswassermenge erfasst werden und durch entsprechende Systeme registriert oder ausgewertet werden (z.B. bgu-MoRIS DAQ).

Einsatz

Stauklappe H beispiel 1Einsatzbeispiel 1
Stauklappe H beispiel 2Einsatzbeispiel 2
Stauklappe H beispiel 3Einsatzbeispiel 3




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